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HOB Lösungen in der Praxis

Grenzenlose Freiheit für bayerische Kommunen

Viele Unternehmen sind immer noch zögerlich, Web-To-Host-Lösungen einzusetzen.
Die Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) hat nun seit kurzer Zeit eine java-basierende Emulations-Software im Einsatz.

Die AKDB betreibt in Bayreuth ein Rechenzentrum mit einem IBM Mainframe auf Basis OS/390 und stellt seine Anwendungen als Dienstleistung den bayerischen Kommunen zur Verfügung. Anforderung war, die Kommunen über das Extranet der AKDB an das Rechenzentrum anzubinden. Die einzelnen Kommunen haben die unterschiedlichsten PC-Betriebssysteme im Einsatz. Deshalb wurde nach einer plattformunabhängigen Connectivity-Lösung gesucht. Technisches Ziel war es, den Host direkt über TCP/IP, also 2-Tier, mit den Kommunen zu verbinden. Aus investitionstechnischen Gründen sollten die schon vorhandenen Router-Router-Verbindungen mit eingebunden werden.

Peter Schmidt, Leiter Technische Planung bei der AKDB: "Besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit der Datenübertragung, Drucken bei dynamisch zugewiesenen IP-Adressen und sehr gute Administrierbarkeit gerichtet. Die Kommunen sollten mit der neuen Software keine Konfigurationsarbeit und sowenig wie möglich Schulungssaufwand haben".

Es wurden verschiedene Emulationen untersucht, die via Browser den Hostzugriff ermöglichen. Die Entscheidung fiel nach sorgfältiger Analyse auf die 3270-Emulation HOBLink J-Term der Cadolzburger HOB. Auf dem Host wurde HOBCOM, die Host-Server-Software des gleichen Herstellers installiert. HOBCOM ist eine IBM Mainframe Optimierungs- und Integrationssoftware für S/390- und S/370-Systeme. Diese Kompettlösung erfüllt die hohen Anforderungen der AKDB. HOBLink J-Term ist auf redundanten Linux basierenden Web-Servern installiert, die Administration und Software-Updates können somit von der Zentrale aus erfolgen.

 

pva
Anbindung von Kommunen an das Rechenzentrum

Die Kommunen mussten lediglich teilweise mit einem Java-fähigen Browser ausgestattet werden. Der Wunsch der AKDB, keine sonstige zusätzliche Software für die 3270-Emulation auf den Kunden PCs zu installieren, wurde somit erfüllt. Für die Zukunft ist geplant, einen Web-Server direkt auf dem Host unter OS390 zu installieren.

Die direkte Verbindung zum MVS-Host ohne zusätzliche Gateways wird mit einem zertifizierten Java-Applet hergestellt. Dieses Zertifikat erweitert die Privilegien des Java-Applets so, dass die direkte Verbindung zum Host gestattet wird und gilt gleichzeitig als Sicherheitsnachweis beim Starten der Emulationen. Durch das modulare Konzept der Software, die geringe Größe des Applets (130 KB) und eine integrierte Komprimierung des gesamten Datenverkehrs verringert sich die übertragene Datenmenge. Es ergeben sich hohe Performance und geringe Verbindungskosten.

Der Wunsch nach Host-adressierbarem Drucken bei wechselnden IP-Adressen wird ebenfalls durch das Zertifikat und mit HOBCOM realisiert. HOBCOM steuert den Druck der Hostdaten durch Zuordnung der Clients mittels Session Identifikation, die im Resourcen Namen, bei Anmeldung des Clients angegeben, enthalten sind. Zusätzliche Wünsche der AKDB wie Druck-Preview in Hoch- und Querformat wurden implementiert.

Die integrierte Datenverschlüsselungstechnologie beruht auf dem Blowfish-Algorithmus (64-bit), das einen bis zu 256 Bit langen Anwenderschlüssel zulässt. Das größte Sicherheitsrisiko im Extranet, das Abhören von Datenstrom und/oder Passwörtern, wird dadurch ausgeschlossen. Die Verschlüsselung findet mit dem auf Basis TCP/IP realisierten HOB Y-Protokoll lückenlos vom Client über die gesamte Strecke bis zum Host statt.

Ziel ist es bis Jahresende 1200 Arbeitsplätze über diese Emulation zu betreiben. Der bisherige Trend zeigt, dass dieses Ziel übertroffen wird. Im Endausbau werden 4000 Arbeitsplätze eingebunden.

Last Updated: 30. Sep 09 by webmaster@hob.de

 

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