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HOB Lösungen in der Praxis

Kommunikation statt Stagnation

Um den Datenaustausch intern und mit den Kunden auf der ganzen Welt zu verbessern, beschloß die Cronat Transport Holding AG in Basel, ihre bis dahin großrechnerbasierte IT-Infrastruktur um PCs zu erweitern. Neben der Installation von Windows 95 und dem Office-Paket werden dabei in der gesamten Schweiz rund 500 PCs mit HOBLink 3270 von HOB ausgestattet - eine 3270 Terminalemulation für Windows, mit der die Anwender über einen Microsoft SNA-Server auf den zentralen Großrechner in Basel zugreifen können.

Die Cronat Transport Holding AG in Basel, die als Dachorganisation die Speditionen und Logisitkanbieter Crowe, Natural und Natural van Dam in sich vereint, sieht sich selbst traditionell als zukunftsorientiertes, modernes Unternehmen. So wurde das Speditionsgeschäft in den letzten Jahren konsequent auf die geänderten Marktanforderungen hin optimiert - aus dem reinen Transporteur wurde ein Dienstleister, der Waren nicht nur weltweit ausliefert, sondern auch konfektioniert, verpackt und aufbereitet. Um hier mit der notwendigen Flexibilität agieren zu können, wird ein großer Teil der benötigten Dienstleistungen zugekauft. Auch die eigene Transportkapazität wurde konsequent reduziert - Cronat verfügt zwar noch über eine eigene LKW-Flotte, mietet aber je nach Transportauftrag Kapazität zu Wasser, zu Lande oder in der Luft dazu.

Um ein solches halb-virtuelles Unternehmen effektiv leiten zu können, bedarf es natürlich einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur. So überrascht es auch nicht, daß die Cronat bei rund 700 Mitarbeitern über ein eigenes Rechenzentrum mit 15 Mitarbeitern verfügt. Herzstück ist dabei ein IBM kompatibler Großrechner von Hitachi Data Systems, auf dem neben SAP R/2 die mit Sapiens selbst erstellte Speditionsanwendung »SPEDATA 2000« läuft.

Die über die gesamte Schweiz verteilten Mitarbeiter von Cronat sowie Mitarbeiter in Frankreich und den USA griffen in der Vergangenheit über Terminals auf den Großrechner zu. Doch Mitte 1997 suchte man bei Cronat nach einer Alternativlösung.

 

Niemand ist eine Insel

»Der Zugriff auf den Großrechner über Terminals ist eine wunderbare Sache, solange es sich um ein geschlossenes System handelt,« erläutert Thomas Schneider, IT Manager der Cronat Transport Holding AG. »Doch angesichts der immer stärkeren Verflechtung mit unseren Geschäftspartnern benötigten wir ein System, das uns einen einfacheren Datenaustausch erlaubt.«

Cronat untersuchte verschiedene Alternativen und entschied sich dann für die Ablösung der Terminals durch Windows PCs - wobei die vernetzten PCs aber nicht als Nachfolger des Großrechners, sondern nur als Ergänzung gedacht waren. »Angesichts der rund 25 von uns zu betreibenden Standorte ist die zentrale Administration des Großrechners ein wesentlicher Erfolgsfaktor - eine rein dezentrale EDV käme für uns niemals in Frage,« so Thomas Schneider.

Cronat entschied sich daher für den Aufbau eines flächendeckenden PC-Netzwerks für die gesamte Schweiz - wobei größere Filialen mit eigenen Servern ausgestattet wurden, kleinere Filialen dagegen auf Ressourcen in der Zentrale zugreifen sollten. Für den Zugriff auf den Großrechner sollten auf allen Windows PCs 3270 Emulationen implementiert werden, die über einen Microsoft SNA-Server auf den Großrechner zugreifen können.

Während die Implementation des Microsoft Netzwerks überwiegend in Eigenregie bzw. in Zusammenarbeit mit einem lokalen Solution Provider erfolgen sollte, wurde für die Installation der 3270 Emulation ein erfahrener Partner gesucht. Auf der CeBIT 1998 in Hannover kam Cronat erstmals mit HOB zusammen - und nach ersten Tests bekam HOB schließlich den Zuschlag. »HOB überzeugte uns sowohl durch die Leistung wie auch durch den Preis,« so Thomas Schneider. »Zusätzlich konnte HOB durch den HOB Businesspartner Wiconnect einen hervorragenden Service vor Ort bieten.«

Doch bei HOB steht nicht nur das Produkt allein, sondern die komplette Lösung im Vordergrund. »Die Terminalemulation muß in einer heterogenen Umgebung optimal auf alle anderen Komponenten der Gesamtlösung abgestimmt sein,« erläutert Thomas Nebel, Account Manager von HOB. »Wir beschäftigen deshalb speziell ausgebildete SEs (Systemengineers), die sich um die kundenspezifische Optimierung der Implementation kümmern.«

Bei Cronat bedeutete dies in erster Linie, die Terminalemulation auf die Microsoft Umgebung abzustimmen und sicherzustellen, daß der Datenaustausch zwischen Office und dem Großrechner reibungslos funktioniert.

 

Über Windows auf den Host

Die jetzige Lösung - die in Teilen seit Sommer 1998 funktioniert und die bis Mitte 1999 vollständig realisiert sein wird - bietet Cronat in der Tat ein Höchstmaß an Flexibilität. Herzstück der Lösung ist der Mainframe, der in der Zentrale in Basel steht. Er ist an ein Token-Ring-Netz angeschlossen, über das die übrigen Komponenten in der Zentrale miteinander kommunizieren - darunter der SNA-Server, der unter Windows NT 4.0 läuft und der über SNA mit dem Host Daten austauscht sowie ein RS6000 Kommunikationsrechner, der unter Unix läuft und der für die Verbindung zu X.400 sorgt.

Für die Anbindung der PCs an den SNA-Server nutzt Cronat ein Frame-Relay-Netz der Swisscom - die Nachfolgegesellschaft der schweizerischen Telecom. Die Anbindung des Token-Ring-Netzes an das Swisscom-Netz erfolgt über Cisco-Router, die gleichzeitig auch die Verbindung zu einem zweiten Ethernet-Netz in der Zentrale herstellen, an das die zentralen NT-Server angeschlossen sind. Darunter befinden sich ein Exchange-Server, der für den Mail-Verkehr innerhalb der Cronat zuständig ist sowie mehrere NT File&Print-Server, die primär den kleineren Niederlassungen zur Verfügung stehen.

Die Niederlassungen selbst verfügen inzwischen über einen oder mehrere Einzel-PCs oder ein lokales Netz mit NT Server und Cisco Switch und sind ebenfalls per Router an das Netz der Swisscom angebunden. Innerhalb des gesamten Netzes wird als Protokoll TCP/IP eingesetzt - lediglich für Drucker und die noch aktiven 3270 Terminals wird noch das SNA Protokoll genutzt.
Die angeschlossenen PCs können innerhalb dieser Infrastruktur über die HOBLink Terminalemulation direkt auf den Großrechner und damit auf SAP R/2 und SPEDATA 2000 zurückgreifen; gleichzeitig haben sie über das selbe Netz direkten Zugriff auf die NT Server in der Zentrale und können die dort verfügbaren Ressourcen nutzen.

Für den Datenaustausch mit externen Kunden steht zum einen ein per Firewall geschützter Internet-Zugang zur Verfügung, zum anderen haben wichtige Kunden aber auch die Möglichkeit, im Ethernet-Netz in der Cronat Zentrale in Basel einen eigenen Server zu implementieren, der die direkte Anbindung an das Cronat Netz erlaubt.

Während auf den Servern ausschließlich NT zum Einsatz kommt, sind bei den Arbeitsplätzen sowohl Windows NT 4.0 Workstation als auch Windows 95 im Einsatz. »Wir haben zwar erst Mitte 1998 mit dem geordneten Aufbau eines PC-Netzwerks begonnen, setzten jedoch bereits vorher schon eine ganze Reihe von PCs als Einzel-Arbeitsplätze ein,« berichtet Thomas Schneider. »Ein Teil davon wurde noch unter Windows 3.11 betrieben, doch die Mehrzahl lief bereits unter Windows 95. Daher - und mit Hinblick auf die künftige Zusammenführung von Windows 95/98 mit Windows NT - entschlossen wir uns für die flächendeckende Einführung von Windows 95.«

Allerdings werden die Windows 95 PCs von Cronat sehr restriktiv gehandhabt - sie verfügen weder über Diskettenlaufwerke noch über ein CD-ROM. »Wir wollten von vornherein sicherstellen, daß die Anwender keine Programme ins Netz einspielen können, für die sie nicht autorisiert sind,« so Thomas Schneider. Sollte das dennoch einmal notwendig sein, gibt es in jeder Niederlassung einen oder mehrere Windows NT-Arbeitsplätze, die neben Disketten- und CD-ROM-Laufwerk auch über Scanner verfügen. Die PCs selbst stammen von SCA - einem Schweizer Anbieter, der die PCs nach den Anforderungen der Cronat individuell konfiguriert und die Platten mit einem von Cronat gelieferten Master bespielt.

Um die Umstellung möglichst mit eigenen Mitarbeitern durchzuführen, wurde ein entsprechender Zeitplan (Mitte 98 bis Mitte 99) zugrunde gelegt. In einer ersten Pilotphase wurde im Sommer 1998 die Buchhaltung mit 25 Arbeitsplätzen von Terminals auf PCs umgerüstet, im September erfolgte dann die erste größere Niederlassungen mit 60 PCs.

»Wir ersetzten am Wochenende die Terminals durch vorkonfigurierte PCs und am Montag waren die Mitarbeiter bereits mit den neuen Geräten produktiv,« berichtet Thomas Schneider. Seitdem werden die einzelnen Niederlassungen sukzessive umgerüstet - ein Prozeß, der im Sommer 1999 abgeschlossen sein soll.

Um den Mitarbeitern den Umstieg auf die neue Umgebung zu erleichtern, wurde extra ein Spezialist für Windows, Outlook und HOBLink 3270 eingestellt, der im gesamten Unternehmen Schulungen durchführt.

 

Vorgaben erfüllt

Insgesamt ist man mit der neuen Lösung bei Cronat sehr zufrieden. »Wir können alle bereits bestehenden Dienste und Kommunikationseinrichtungen weiter nutzen und habe mit dem PC-Netz ein Höchstmaß an Flexibilität dazugewonnen,« so Thomas Schneider. Ermutigt durch die einfache Erweiterung der reinen Host-Welt um die Windows Back-Office Familie laufen daher bei Cronat derzeit bereits Planungen, die Softwareverteilung über einen SMS-Server zu automatisieren und ein neues Archivsystem auf Windows-Basis zu implementieren.

Beteiligte Partner

Cisco (Router und Switches)
SCA (PCs)
Wiconnect (HOB Business Partner)

Verwendete Produkte BackOffice

Microsoft Windows NT 4.0
Microsoft Exchange 5.5
Microsoft SNA

Verwendete Produkte Office und Applikationen

Microsoft Office
Microsoft Outlook

Verwendete Produkte Windows-Client

Windows NT 4.0 Workstation
Windows 95
Microsoft Office
Microsoft Outlook
HOBLink 3270

Verwendete/Erbrachte Dienstleistungen von Solution Providern

Analyse Ist-Situation
Lieferung und teilweise Installation der 3270 Terminalemulation

 

HOBLink 3270

HOBLink 3270 von HOB ist ein Terminalemulationsprogramm für den Zugriff auf 3270 Großrechner, das sich durch seine Leistungsfähigkeit sowie durch seine einfache Bedienbarkeit auszeichnet. So unterstützt HOBLink 3270 bis zu 256 Sessions gleichzeitig, die - einmal eingerichtet - dank Multi-Session Batch-Editor auch alle auf einmal automatisch gestartet werden können. Die integrierte Verschlüsselung ist in der Lage, Paßwörter in Makros zu verschlüsseln. Optional besteht die Möglichkeit, durch Einsatz eines Host-Server-Programms von HOB (HOBCOM) zusätzlich Paßwörter oder wahlweise den gesamten Datenstrom zu verschlüsseln, so daß auch in sicherheitsrelevanten Umgebungen die Datensicherheit gewährleistet ist. Die grafische Oberfläche von HOBLink 3270 läßt sich anwenderspezifisch konfigurieren - frei anpaßbare Menüs, individuell aufgezeichnete Makros und ausblendbare Symbolleisten lassen keine Wünsche offen. Datentransfer einzelner Dateien oder anhand einer zuvor definierten Dateiliste, integrierte Datenkomprimierung mit hohem Wirkungsgrad sowie ein integriertes Softcopy-Programm sind weitere Merkmale von HOBLink 3270. HOBLink 3270 ist für Windows verfügbar.

 

Cronat Transport Holding AG

Als Ende des 19. Jahrhunderts durch die Erfindung der Eisenbahn die Welt zu schrumpfen begann, gründete der Engländer Ulrich Crowe - der gleichzeitig Repräsentant der britischen Eisenbahn in der Schweiz war - 1890 die Crowe & Co AG in Basel als zukunftsorientiertes Speditionsunternehmen. Heute ist die Crowe AG mit der bereits 1859 von Etienne Natural gegründeten Natural AG unter dem Dach der Cronat Transport Holding AG vereint, die sich als Spedition mit dem Transport von Gütern aller Art befaßt. Durch frühzeitige Konzentration auf den Dienstleistungssektor bietet die Cronat Transport Holding AG aber nicht nur den reinen Transport von Gütern, sondern darüber hinaus eine Vielzahl von Dienstleistungen wie Konfektionierung und Verpackung. Die Cronat Transport Holding AG, die neben dem Stammsitz in Basel über Niederlassungen in der gesamten Schweiz sowie über Außenstellen in Frankreich, Deutschland, Italien und den USA verfügt, erzielte 1997 mit rund 635 Mitarbeitern einen Umsatz von 536 Mio. Franken.

 

HOB

Die 1964 gegründete HOB GmbH & Co.KG, die sich in der Anfangszeit auf die Programmierung und Betreuung von kundenspezifischen Großrechner-Applikationen konzentrierte, begann 1981 mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Terminals und Standardanwendungen für IBM-Großrechner. Heute umfaßt die Produktpalette Terminals für 3270 und AS/400, Terminalemulationsprogramme, Web-to-Host Lösungen, Unix-Lösungen, Datenbank-Connectivity und Host-Server-Solutions. Darüber hinaus ist HOB als Consulting-Unternehmen bei Planung, Installation und Distribution von LAN- und WAN-Netzwerken aktiv. HOB lieferte bislangweit über 100.000 Terminals aus und betreut europaweit mehr als 2.200 Kunden. Neben der Zentrale in Cadolzburg bei Nürnberg verfügt HOB über Geschäftsstellen in Hamburg, Düsseldorf, Friedrichsdorf, München und Stuttgart sowie Niederlassungen in Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Darüber hinaus ist HOB mit zwei Vertriebsrepräsentanzen in den USA sowie mit Entwicklungsgesellschaften in Malta und Moskau vertreten. HOB beschäftigt derzeit insgesamt rund 165 Mitarbeiter und erzielte 1997 einen Umsatz von 39 Millionen DM. Weitere Informationen über HOB sind im Internet unter http://www.hob.de verfügbar.

 

Wiconnect GmbH

Die Wiconnect GmbH, ehemals EDV Beratung Wiesendanger, repräsentiert die Produktefamilien der HOB in Cadolzburg. Die Wiconnect GmbH ist ein flexibles Unternehmen, welches sich auf die Kundenwünsche ausrichtet. Im Vordergrund steht die Strategieberatung unserer Kundschaft im allgemeinen Sinne von "Connectivity". Anforderungen an Pilotinstallationen werden mit dem Kunden gemeinsam erarbeitet und mit direkter Unterstützung der Entwickler im produktiven Umfeld getestet. Die Beratung des Kunden im heterogenen EDV Umfeld, wie z.B. für direkte Datenbankzugriffe, ist eine der Kernkompetenzen. Die deutsche Schweiz wird direkt von Baar aus betreut, für die welsche Schweiz von Crissier. (nähe Lausanne)

Ansprechpartner

Cronat Transport Holding AG
Thomas Schneider
IT Manager
Münchensteinerstr. 274a
CH-4002 Basel

Tel: 0041-61-3165901
Fax: 0041-61-3165920
E-Mail: thomas.schneider@cronat.ch

Last Updated: 30. Sep 09 by webmaster@hob.de

 

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