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HOB Lösungen in der Praxis

Schneller - besser – preiswerter: Web-to-Host Komunikation für die kivbf

Die Nutzung moderner IT-Services ist in den Behörden, Kommunen und Gemeinden längst zur Selbstverständlichkeit geworden. In fast der Hälfte des Landes Baden-Württemberg sorgt die kommunale informationsverarbeitung baden-franken (kivbf) für eine preisgünstige und performante Versorgung ihrer Kunden. Basis dafür ist das Web-to-Host Konzept des Cadolzburger Software-Anbieters HOB.

Die kommunale informationsverarbeitung baden-franken (kivbf) ist zum 1. Januar 2003 aus der Fusion der Rechenzentren Franken Unterer Neckar, Freiburg und Karlsruhe hervorgegangen. Zielsetzung dieser Neustrukturierung war die Bündelung der sachlichen und personellen Ressourcen, um DV-Dienstleistungen in Zukunft noch wirtschaftlicher und effizienter erbringen zu können. Damit möchte die kivbf innerhalb des Datenverarbeitungsverbundes Baden-Württemberg eine führende Rolle einnehmen, um ihren Kunden die Nutzung von zukunftsorientierten Entwicklungen anbieten zu können. Die kivbf beschäftigt ca. 500 Mitarbeiter und versteht sich als ein modernes und zukunftsorientiertes Beratungsunternehmen für hoheitliche Unternehmen im Öffentlichen Sektor. Das Verbandsgebiet umfasst etwa die Hälfte der Gesamtfläche Baden-Württembergs und unterstützt rund 500 kommunale Kunden mit vielfältigen IT-Services – von der Anlagenbuchhaltung über Internet-Zugänge bis hin zu SAP-Anwendungen.

Host-Anwendungen immer noch unverzichtbar

Basis der umfangreichen Services ist das zentrale Rechenzentrum der kivbf in Karlsruhe mit einem IBM z990 Host mit 1240 MIPS und 6 TByteSpeicherkapazität. Alle nicht Host-basierten Anwendungen werden über eine Client-Server-, 3- oder 4-Tier-Architektur zur Verfügung gestellt.

Für den Zugriff auf Host-basierte Anwendungen wie zum Beispiel das Einwohnerwesen oder Finanzwesen-Classic waren sog. „einfache 3270-Terminals“ oder verschiedene Emulationssoftware von IBM Personal Communication, Rumba oder Attachmate im Einsatz. Diese Heterogenität hatte aber Nachteile: Jede Version musste vor Ort auf jedem Desktop eigens installiert und regelmäßig aktualisiert werden. Zudem waren die Lizenzen je nach Anbieter unterschiedlich kostspielig

Kosten senken, Qualität erhöhen

Angesichts des zunehmenden Kostendrucks auch bei der öffentlichen Hand und der Möglichkeit, diesen durch modernere IT-Lösungen zu senken, entschloss sich die kivbf Anfang 2002, die bis dahin laufende native Telnet 3270 Kommunikationssoftware durch ein für alle Kunden einheitliches Browser-basiertes Zugriffssystem für alle Großrechneranwendungen zu ersetzen. „Wir hatten acht verschiedene Produkte zur Wahl. Drei davon haben wir genau in Bezug auf unseren Bedarf analysiert und jeweils in einer großen Kreisstadt und einem Landratsamt einen Pilottest durchgeführt“, erklärt Jens Haar, Fachbereichsleiter für Datenbanken und Intranetserver bei dem Zweckverband.

Im Vordergrund stand das Bestreben, Software- und Betriebskosten für die aufwändigen Vor-Ort-Installationen und Updates einzusparen – für die kivbf und für ihre zahlreichen Kunden. Dies sollte durch einen einheitlichen Software-Standard auf allen Clients erreicht werden, der in der aktuellen Version nach einem einfachen Download auch allen zur Verfügung steht. Außerdem musste die Emulation unabhängig von den jeweiligen Betriebssystemen (alle Windows-Versionen, Linux etc.) der Clients reibungslos funktionieren. Der zentrale Support und Update-Service sollte zukünftig durch die kivbf realisiert werden.

pva

Pilottest bestanden

„Die Lösung, für die wir uns Anfang 2003 entschieden, war das Produkt HOBLink J-Term des Cadolzburger IT-Hersteller HOB. Die Gründe für die Java-basierende Lösung waren die Marktreife, die durch zahlreiche Referenzen unter Beweis gestellt wurden, die bedienerfreundliche und deutsche Menüführung und der deutsche Support. Letzterer hat sich dann im Projekt auch als sehr motiviert und flexibel in der Reaktion herausgestellt“, erklärt Jens Haar.

Der Pilottest hatte die Installation der Applikation auf einem Web-Server, den Download der Applikation beim Kunden und den Testbetrieb bei der kivbf und einigen Kunden-Anwendern umfasst. Nach erfolgreichem Abschluss ging die HOB-Mannschaft, bestehend aus je einem Mitarbeiter für Vertrieb, Technik und Support, zusammen mit dreiIT-Spezialisten des Zweckverbands an den Aufbau der Infrastruktur von HOBLink J-Term.

Die neue Lösung im kivbf ...

Bevor die Lösung allerdings produktiv gehen konnte, waren vier neue Web-Server erforderlich, von denen zwei als Produktionsrechner und je einer als Standby-Server und Referenzsystem genutzt werden.

Nach der Installation der Hardware erfolgte der Aufbau der Produktions- und Referenzumgebung im Rechenzentrum der kivbf in Karlsruhe. Mit der Referenzumgebung werden neue Versionen, Service Packs oder Hotfix ausgetestet. Auch werden Kunden-Support-Fälle mit der Umgebung „nachgestellt“ und neue Versionen auf ihre Funktionalität überprüft. Dafür wurde zunächst auf den Web-Servern HOB Enterprise Access installiert.

Um den Kunden die Nutzung der neuen Lösung zu ermöglichen, wurde eine Standardkonfiguration angelegt und den Anwendern der kivbf per Download-Link zur Verfügung gestellt. Sie enthält u.a. die IP-Adresse des Hosts, Grundeinstellungen zu Tastaturbelegung und Bildschirmdefinitionen. Farben, Makros oder individuelle Tastenfunktionen kann der User nach seinen Gewohnheiten selbst anpassen.

... und bei den Clients

Nachdem Server-seitig alles installiert war, musste noch der Zugriff für die Clients initialisiert werden. Die Anwender benötigen für ihren Zugriff auf die Host-Anwendungen lediglich eine Java Virtual Machine (JVM), die auf nahezu allen handelsüblichen Desktops bereits vorhanden ist oder kostenlos z.B. von Sun über das Internet geladen werden kann.
Um auf ihre gewohnten Anwendung zuzugreifen, öffnen die User auf ihrem Desktop nur einen beliebigen Internet-Browser und geben den entsprechenden Link des Webservers ein. Daraufhin wird das Java-Applet HOBLink J-Term herunter geladen und in der JVM ausgeführt.

Der User erhält wie gewohnt – abhängig von seinen für ihn konfigurierten Berechtigungen – den Zugang beispielsweise zur KFZ-Zulassung, zum Einwohner- oder Personalwesen. „Der Trend geht allerdings weg von klassischen Host-Anwendungen hin zur 3- oder 4-Tier-Architektur. Dies ist im Moment ‚State-of-the-art’ bei Web-basierten Applikationen“, erklärt das J-Term-Support-Team der kivbf.

Heute und morgen

Um diese Administration und Betreuung problemlos durchführen zu können, bekamen die IT-Mitarbeiter der kivbf mehrtägige Schulungen. „Das ging relativ schnell, weil die HOB-Technik auf Standards wie zum Beispiel den Microsoft Internet Information Server aufsetzt.

Heute greifen kivbf-intern etwa 300 User über HOBLink J-Term auf den Host zu, die Anzahl der externen Kunden beläuft sich auf etwa 1.600 – Tendenz stark steigend. Schon nach einem Jahr – die Lösung ist seit Mitte 2003 produktiv ‑ zeigten sich die Vorteile: Alle Clients sind auf einem Stand, die Software-Pflege ist einfacher geworden und dadurch auch deutlich preiswerter, da der personelle Aufwand geringer ist. Davon profitieren auch die Kunden der kivbf, weil sie nicht regelmäßig neue Emulationssoftware-Lizenzen erwerben und aufspielen müssen.

„Für die nahe Zukunft haben wir bei der kivbf die verstärkte Verbreitung von HOBLink J-Term für alle unsere Kunden geplant. Um eine noch höhere Performance und Sicherheit zu gewährleisten, werden wir die Lösung technisch durch weitere Web-Server ausbauen“, bemerkt Jens Haar abschließend

 

Doris Jessen

 

 

Last Updated: 11. Mai 06 by webmaster@hob.de

 

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